St. Ludwig

Das ist St. Ludwig!


 St. Ludwig: Kirche mal Anders!
Das Besondere an „unserer Kirche“ St. Ludwig ist ihre Form – sie ist rund – hat keine Ecken. Der Kirchenbau ist frei vom rechten Winkel, er besitzt keine Symmetrie. Es gibt kein eindeutiges Vorne oder Hinten.
Fassaden im herkömmlichen Sinn und gewohnte Bauelemente, wie beispielsweise Säulen, Nischen oder eine waagrechte Decke sucht man vergebens. Irrationale Bauelemente und Formelemente prägen die Außen- und Innenansicht.
„Dadurch soll auch im Menschen die überdeckte irrationale Seite des menschlichen Sein stärker angesprochen werden, damit ein neuer Glaubensbezug gewonnen werden kann. Der Raum ist nicht mehr eindeutig gerichtet, sondern völlig frei geformt. Es ist ein dynamisch bewegter Raum“. So beschreibt der bischöfliche Dombaurat Alois
Atzberger seinen Plan von St. Ludwig. Atzberger folgte damit den Vorgaben des zweiten Vatikanischen Konzils (1962 – 65) für Kirchenneubauten, die da lautet: Abkehr von der Schablone – Kirchenbau als künstlerische Schöpfung und Abkehr von der Stilnachahmung und damit Abkehr von der Kleruskirche, hin zur Volkskirche und zu einer gemeinschaftsbildenden Architektur.
Solche Gotteshäuser dienen der erneuerten Liturgie, der aktiven Mitfeier des Volkes, der vom Konzil verlangten inneren und äußeren Reform der Kirche.
Die zwei Betonglasfenster im Kirchenrund wurden vom Karlsruher Kunstmaler Emil Wachter (+2012) entworfen.
Die Themen sind „König David“ mit der Grundfarbe Rot und „König Ludwig, der Heilige“ Grundfarbe Blau. Das Glasfenster im Chorturm ist eine abstrakte Gestaltung von Künstler Helmut Schollenberger aus Speyer.
Die Glocke ist der Heiligen Katharina gewidmet. Die Schlagtonlinie harmoniert mit dem Geläute der Protestantischen Kirche zum „Te Deum“.
St. Ludwig ist eine Filialkirche und gehört zur Gemeinde Fischbach in der Pfarrei Heiliger Petrus.
Die Kirche wurde in knapp zwei Jahren Bauzeit mit Betonfertigteilen errichtet und am 23. August 1970 geweiht. Möglich geworden war der Bau durch eine großzügige Geld- und Geländespende der Ludwigswinkler Familien Waske, Klar, Klemm, Rott und Becker.
Als dynamisch bewegter Raum, bewegt diese Kirche auch uns, den Freundeskreis St. Ludwig. Diese Kirche und ihre Gottesbotschaft, die sie für uns Menschen hat, jenseits von Kirchenlehre und Konfessionsbezügen, spornt uns an, sie mit dynamischem Leben zu füllen – damit sie ein Ort der Begegnung für alle sei.




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